In der Fränkischen Schweiz, 2km nördlich von Ebermannstadt im Weiler Rothenbühl "Die verschwundene Burg von Rothenbühl"  .
Weiler Rothenbühl

Die verschwundene Burg zu Rothenbühl

2 km nördlich von Ebermannstadt liegt der kleine Weiler Rothenbühl.

Seine Wohngebäude schmiegen sich Osten an einen kleinen Hang, der durch einen tief eingeschnittenen Hohlweg von dem dahinter liegenden Berg, dem Zuckerhut, getrennt ist.

Auch nicht die leiseste Spur verrät, dass hier ehedem eine Burg gestanden hat.

In der Regierungszeit des Bischofs Leopold von Bebenburg (1353-1363) erhalten wir die erste Nachricht über sie.

Die Burg gehörte dem Bistum Bamberg; Heinrich Moselschiefer, dessen Geschlecht wir von Ebermannstadt her kennen, erhielt vom Bischof Filr die Betreuung der Burg (Burghut) 130 Pfund Haller.

Die Burg hatte kein glückliches Schicksal. Im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts wurde sie erobert und vom Bischof Lamprecht (1374-1399) wieder zurückgewonnen. Seit dem Jahre 1397 sind die Herren von Aufseß Eigentümer der Burg Rothenbühl. 1409 wurde sie dem Hochstift Bamberg zu Lehen aufgetragen und blieb nun bischöflicher Lehnsbesitz der von Aufseß bis zum Verkauf des Rittergutes durch Thomas von Aufseß an das Bistum Bamberg im Jahre 1607.

1430 wurde Ebermannstadt von den Hussiten niedergebrannt. Mit Sicherheit ist anzunehmen, dass die benachbarte Burg Rothenbühl das gleiche Schicksal hatte. In den Jahren 1502/3 wird sie als ödes bzw. wüstes Schloss bezeichnet.

Die aufrührerischen Bauern hatten keinen Anlass, sie zu zerstören, weil sie noch in Trümmern lag. Unmittelbar vor 1536 wurde das Schloss durch den späteren Domherrn in Würzburg Kaspar von Aufseß zum Teil wieder aufgebaut. Jedoch hatte die Burg bereits im Jahre 1548 erhebliche Dachschäden. Der Teil, den die Linie Freienfels der von Aufseß innehatte, war nach wie vor Ruine geblieben. 1564 kam dieser ruinöse Teil, bestehend aus einer unbebauten Kemenate, ebenfalls an die Linie der von Aufseß in Wüstenstein. Es bestanden zwar Bauabsichten, sie kamen aber nicht zur Durchführung. Beim Verkauf im Jahre 1607 war die gesamte Burg Ruine. Sie wurde mit dem Rittergut an den bischöflichen Zahlmeister Wolf Hofmeister verliehen, dessen Nachkommen noch bis 1704 im Besitz von Rothenbühl waren. Wolf Hofmeister ließ die Burg offenbar teilweise wieder herstellen, aber im Jahre 1662/63 wurde das Schloss erneut zur Ruine, weil die Dächer abgebrochen wurden. Im Jahre 1743 heißt es von dem adeligen Ansitz Rothenbühl, dass er „eingegangen und unbewohnbar“ sei. Ruinen waren demnach zu jener Zeit noch vorhanden.

Heute sucht man vergeblich nach den geringsten Spuren.


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